- gegen Unterdrückung im Namen der Ehre
Ein Gleichstellungsprojekt von Strohhalm e.V.

Heranwachsende mit familiärer Migrationsgeschichte werden häufig durch ihr Umfeld mit unterschiedlichen, mitunter widersprüchlichen, Erwartungen konfrontiert. Sie werden sowohl vom soziokulturellen Hintergrund ihrer (Groß-)Eltern, bei denen vielfach Angst vor Kulturverlust herrscht als auch den Werten und Anforderungen der deutschen Gesellschaft beeinflusst. Dies konfrontiert sie mit Widersprüchen, die die Identitätsentwicklung erschweren. Viele männliche Heranwachsende mit familiärer Migrationsgeschichte leiden zudem unter dem öffentlichen Bild des machohaften, gewalttätigen Migranten. Patriarchale Strukturen und Vorstellungen von Ehre, die vor allem durch Erziehung weitergegeben werden, haben in diesem Zusammenhang eine hohe Bedeutung. Sie hindern Jugendliche aller Geschlechter an der freien Entwicklung ihrer Persönlichkeit und schränken die möglichen Lebensentwürfe ein. Sie sind nicht frei in der Entwicklung ihrer Sexualität und der Wahl ihrer Partner_innen und finden kaum Raum, sich über ihre Erfahrungen und Gefühle auszutauschen. Mädchen und Frauen werden oft in schwache Positionen gedrängt und in ihrer Selbstbestimmung stark eingeschränkt. Jungen jedoch geraten ebenso unter empfindlichen Druck, da sie häufig starre Bilder von Männlichkeit repräsentieren müssen. Darüber hinaus schränkt ihre Kontrollaufgabe sie ein. Als Söhne und Brüder tragen sie große Verantwortung. Sie sind meist diejenigen, die traditionell verpflichtet sind, die Ehrvorschriften durchzusetzen.

Das HEROES®-Team Maria van Os, Martina Krägeloh, Yilmaz Atmaca, Eldem Turan, Asmen Ilhan, Can Alpbek und Levent Konca mit den Heroes auf Gruppenfahrt


STROHHALM E.V. bietet seit 2007 im Rahmen des Projekts HEROES® Trainingstreffen für junge Männer mit familiärer Migrationsgeschichte an, die später als Vorbilder in Peer-Workshops mit anderen Jugendlichen zu Themen wie Gleichberechtigung, Ehre, Kultur und Menschenrechte arbeiten.

Übergeordnetes Ziel von HEROES® ist es, Jugendlichen aller Geschlechter, (insbesondere) aus ehrkulturellen Milieus, Freiräume zu schaffen, in denen sie mithilfe intensiver pädagogischer Begleitung durch die Entwicklung eigener Werte und Haltungen in ihrer Persönlichkeits- und Identitätsbildung unterstützt werden. Jugendliche können im Rahmen der ca. einjährigen Trainingszeit bei HEROES® erfahren und lernen, dass es möglich ist einschränkende, ausgrenzende und gewalttätige Aspekte jeder Kultur zu reflektieren und abzulehnen, ohne Furcht vor dem Verlust der Herkunftskultur und ohne zwischen widersprüchlichen Anforderungen zerrieben zu werden. Darüber hinaus fördert die intensive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Wertensystemen und (Macht-)Strukturen vielfältige Kompetenzen, die für eine aktive Teilnahme an demokratischen Prozessen unabdingbar sind und dazu beitragen, ein gleichberechtigtes gesellschaftliches Miteinander unabhängig von Geschlecht, kulturellem Hintergrund, religiöser Zugehörigkeit oder sexueller Orientierung zu ermöglichen.

Nach Erhalt ihres HEROES®-Zertifikats am Ende der Trainingsphase leiten die Heroes Peer-Workshops zum Thema „Unterdrückung im Namen der Ehre“ in Schulklassen sowie Jugendfreizeiteinrichtungen. Dabei machen sie Jugendlichen die Auseinandersetzung mit dem Thema Unterdrückung im Namen der Ehre anhand von rollenspielbasierten Diskussionen auf Augenhöhe zugänglicher und ermutigen sie dazu, gesellschaftliche Strukturen im Kontext verschiedener Kulturen zu reflektieren. Die Jugendlichen werden dazu motiviert ebenfalls gegen Unterdrückung im Namen der Ehre Stellung zu beziehen und sich für ein gleichberechtigtes Miteinander in ihrem Alltag zu engagieren.

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Projektbeschreibung HEROES

Arbeitskonzept HEROES

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